Leadership-Qualitäten im Test – Bastian Doreth stellt seine Führungsmerkmale auf dem Prüfstand

06. Februar 2021

Basketballprofi Bastian Doreth hat seine Führungsqualitäten einem professionellen Leadership-Check durch die sanosense AG unterzogen. Wie sich die Kompetenzanalyse für ihn angefühlt hat und wo ihm diese Erfahrungen helfen hat uns danach in einem ausführlichen Interview verraten.

Bastian, du bist derzeit Führungskraft des Profisportteams medi Bayreuth und als Kapitän der Mannschaft führst du das Team auf und neben dem Feld. Was ist dir dabei in deiner Art zu führen, besonders wichtig?

„Ich möchte der Mannschaft ein gutes Vorbild sein. Mein Motto ist „Leading by exemple“ und damit meine Mitspieler zu motivieren, jeden Tag an ihr Maximum zu gehen, um unsere gesteckten Ziele zu erreichen.“

Du bist jetzt schon viele Jahre als Profi tätig und hast auch schon verschiedene Trainer und Führungspersönlichkeiten, von Dirk Bauermann über Svetislav Pesic bis zu Raoul Korner erleben dürfen. Wie hat sich, aus deiner Sicht, die Art von Führung in den letzten Jahren verändert und welche Eigenschaften hast du dir von Führungsvorbildern schon abgeschaut?

(lacht) „Ich glaube, dass ich ganz viele verschiedene Trainer hatte, die ganz verschiedene Führungsansätze hatten. Ich weiß nicht, ob die Zeit der Faktor war, die die Führungsstile so ein bisschen verändert hat aber es ist schon zu beobachten, dass diese „Oldschool-Trainer“, die eine sehr harte Schiene gefahren sind, was die Führung anging, sehr autoritär waren, eher weniger werden. Mit Raoul haben wir einen Trainer, der sehr diszipliniert ist, aber möchte, dass ein sehr positives Umfeld in der Mannschaft herrscht. Das sich jeder wohlfühlt und eher eine flache Hierarchie herrscht. Was hingegen bei Trainern wie Dirk Bauermann oder Svetislav Pesic eher nicht so der Fall war. Da war auch nicht immer die Situation so, dass sich jeder wohlgefühlt hat. Aber ich denke, dass jeder Führungsstil seine Vor- und Nachteile hat.“

In den letzten Wochen hast du den sanosense-Leadership-Check absolviert. Warum ist es dir persönlich wichtig dich und deine Führungskompetenzen weiter zu entwickeln?

„Meine Karriere neigt sich dem Ende entgegen, auch wenn ich es manchmal nicht wahrhaben möchte, aber irgendwann ist es soweit. Ich bin jetzt schon in einer Führungsposition und möchte auch in der Karriere nach meiner Karriere möglichst schnell in eine Führungsrolle schlüpfen. Von daher ist es für mich wichtig meine Fähigkeiten weiter zu entwickeln und überhaupt erstmal Fähigkeiten zu schaffen. Deswegen bietet mir sanosense hier eine tolle Plattform und hilft mir extrem weiter.“

 

Wie hast du den ausführlichen Check erlebt? Was hat dir dabei besonders gut gefallen?

„Der Check war durchweg sehr gut strukturiert. Ich habe ihn mir zuerst auf dem Smartphone angeschaut, wo es bereits gut klappte die Fragen zu beantworten, später dann auf dem Laptop zu Hause. Die Aufgaben waren echt nicht ohne, mit realistischen Situationen. In die musste ich mich richtig reindenken. Die Mischung aus Multiple Choice Antworten und offenen Fragen fand ich super. So musste ich mich viel tiefer mit den Themen beschäftigen. Die Alltagssituation mit dem Video fand ich ebenfalls richtig gut. Ich konnte mich in die Situation und die Beteiligten hineinversetzen. Vergleichbare Situationen gibt es bei uns im Profisport regelmäßig und ich kann schon sagen, dass ich mich diesem Anwendungsfall identifizieren konnte, auch wenn er aus einer alltäglichen Bürosituation kommt, die ich als Profisportler derzeit nur am Rand erlebe.“

Wo hast du aus der Beratung für dich den größten Nutzen herausziehen können?

„Die Erläuterung meiner Ergebnisse und die Beratung hat mir nochmal ganz deutlich aufgezeigt, wo meine Stärken liegen und woran ich noch arbeiten kann. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, welche Situationen für mich noch ungewohnt sind und wo die Chancen und Risiken in meinem Verhalten liegen. Das Feedback hat mir geholfen besser zu verstehen, wie und warum Mitarbeiter auf welche Verhaltensweise von mir reagieren können. Gerade bestimmte Systematiken in der Formulierung von Fragen sind mir bewusster geworden. Zum Beispiel Fragen an Mitarbeiter einfach einmal herumzudrehen. Also statt „warum ist es gerade schlecht?“ hin zu „wann läuft es bei uns am besten?“. Dieser Wechsel in der Fragetechnik hilft mir im Alltag sofort weiter.“

Thomas Heidenreich

Vorstandsvorsitzender