Was Führungskräfte an ihrer Ausbildung kritisch und gut sehen!

Und was Sie als Organisation davon lernen können!

Unternehmen in Deutschland haben erkannt, dass die eigene Entwicklung ihrer Führungskräfte immer wichtiger wird. Da die Rekrutierung von externen Führungskräften auf dem Arbeitsmarkt immer schwieriger wird, müssen zunehmend eigene Mitarbeiter gefördert und entwickelt werden.

Wie sieht es aber mit der Qualität der Führungskräfte-Entwicklung aus?

65 % der Führungskräfte sind der Meinung, dass sie zu wenig auf ihre Rolle vorbereitet wurden.  69 % der HR-Befragten und 71 % der Mitarbeiter teilen diese Meinung (Studie: Information Factory).

Wir wollten es genau wissen und haben 1.000 Führungskräfte dazu befragt. Die Ergebnisse waren für uns nicht überraschend, sondern spiegelten die Erfahrungen wieder, die wir von Unternehmen täglich hören. Wichtiger und interessanter für uns waren die Begründungen und Antworten der Teilnehmer auf die Fragen nach dem "Warum".

Trainer und Workshops gut bewertet

69 % der Führungskräfte sind mit den Trainern und den Workshops zufrieden. Diese strahlen Kompetenz aus, Erfahrung und machten auf die Teilnehmer insgesamt einen guten Eindruck.

Workshops hui - Anwendungsqualität pfui - was sind die Gründe?

Obwohl die meisten Teilnehmer mit den Trainings zufrieden sind, so gaben sowohl die Unternehmen als die Führungskräfte selbst an, dass die Anwendungsqualität im Arbeitsalltag sehr stark zu wünschen übrig lässt. Nur 23 % der Befragten gaben an, dass sie das vermittelte Wissen auch in der Arbeitswelt gut anwenden können. Die Unternehmer gaben ähnliche Zahlen an.

Was sind die Gründe dafür? Dies hat vielfältige Ursachen. Die am häufigsten genannten Gründe für die schlechte Anwendungsqualität waren:

  • nur 19 % der Unternehmen konnten valide Aussagen über Stärken und Schwächen ihrer Führungskräfte machen. Die Folge: Workshops und Trainings sind in der Regel standardisiert und gehen wenig individuell auf die Situation des Einzelnen ein
  • die Workshops finden häufig in Tagungshotels in völliger Abgeschiedenheit statt. Führungskräfte haben angemerkt, dass ihnen der Sprung von der idyllischen Workshop-Kulisse in die hektische und komplexe Arbeitswelt zu groß erscheint. Lediglich 10 % der Befragten gab an, dass die Störfaktoren der Arbeit im Workshop gut simuliert wurden. Was im Training noch gelingen mag, wird in der Hektik des Job-Alltags durch verschiedene Einflüsse für viele zur unüberwindbaren Hürde
  • nur 20 % der Führungskräfte versuchen die vermittelten Impulse in den ersten 72 Stunden nach einem Training gleich anzuwenden. Der Rest ist erst einmal damit beschäftigt, die Arbeitsrückstände, die durch den Workshop entstanden ist, aufzuarbeiten. Im Durchschnitt versuchen sich die Befragten erst ab dem 5,3 Tag an der Umsetzung. Viele gaben dabei zu, dass dadurch schon Impulse und Inhalte verloren gegangen sind
  • 72 % sagen, ein weiterer Punkt sei, dass HR und PE kaum mehr die Ressourcen haben Workshops und Trainings richtig nachzuhalten. Ist man wieder im Arbeitsalltag gefangen, verpuffen die erlernten Inhalte relativ schnell, weil es zu keiner nachhaltigen Betreuung kommt

Diese Aussagen und unsere täglichen Erfahrungen haben uns gezeigt, dass es erfolgreichere Ansätze für das "Lernen" benötigt. Denn das wir Menschen uns Informationen und Impulse lange merken und auch umsetzen können, zeigen uns Musik und Sport. Nahezu jeder von uns kann eine ganze Menge Lieder auch nach Jahren noch auswendig mitsingen (über die Qualität des Gesangs möchten wir gar nicht urteilen :-)) oder sich Sportergebnisse merken. Der Grund hierfür liegt in der Visualisierung und Emotionalisierung, die Anker für die Information darstellen. 

Neben besseren "Lernansätzen" benötigen wir, durch die Digitalisierung immer mehr entstehende komplexe Arbeitswelt, auch neue Lösungsumsetzungen. Führungskräfte sollten schon im Training unmittelbar sehen, wie Entscheidungen wirken. Es bedarf einer hohen Transferstärke vom Training auf das Spielfeld bzw. den Arbeitsalltag.

Unsere "Coaching Zone by sanosense" bietet Ihnen neue Möglichkeiten, Perspektivwechsel und das ideale Trainingsumfeld für eine bessere Anwendungsqualität.