Ausblick 2022: die top 5 learnings für unternehmen aus dem vergangenen Jahr

Ausblick 2022: Die Top 5 Learnings für Unternehmen

Teil 2

20. Januar 2022

Was hat unsere Kunden im vergangenen Jahr bewegt und
was sind die Herausforderungen für 2022?

 

 Über die wesentlichen Learnings unserer Kunden aus dem vergangenen Jahr wollen wir gerne berichten und Ihnen Anregungen mitgeben, wie Sie Ihre Herausforderungen meistern können:

Learning 3:

Loyalität bei fehlender physikalischer Nähe

Dieser Punkt hängt stark mit dem vorherigen Thema „Führung auf Distanz“ zusammen. Eine der wichtigsten Zukunftsfragen, die sich heute viele Unternehmer stellen lautet:

„Wie gelingt es uns die Loyalität der Mitarbeiter zu erhalten und zu stärken, wenn immer weniger physikalische Nähe stattfindet?“

soziale Kontakte im Arbeitsleben

Die Verbundenheit zum Unternehmen ist in der Vergangenheit stark durch die vielen (all-) täglichen Erlebnisse im Umgang auf der Arbeit entstanden.

Auch in den letzten Jahren haben zahlreiche Benefits von Unternehmen immer auf die Anwesenheit im Unternehmen abgezielt. Sei es Angebote für die Gesundheit der Mitarbeiter, wie der Obstkorb, kostenlose Getränke, Büromassagen, Screenings und Fitness-Kurse und Räume. Was man den Firmen angeboten hatte, war geprägt von einem Nutzen „vor Ort“.

Das sollte die Unternehmensattraktivität, das Employer Branding stärken. Wenn die Mitarbeiter jetzt aber kaum mehr im Büro sind und sehr viel von zu Hause aus arbeiten wirken diese ganzen Instrumente kaum mehr. Die Verbundenheit, die Loyalität zum Unternehmen lässt sich über die „altbewährten Instrumente“ nicht oder kaum mehr aufrechterhalten. Viele Unternehmen sorgen sich daher, dass sie Mitarbeiter, die Großteils nun von zu Hause aus arbeiten, verlieren könnten, weil diese dann nur noch das Gehalt als den Entscheidungsmaßstab für ihren Arbeitgeber heranziehen.

 

 

Auch hier haben wir vielen unserer Kunden in 2021 weitergeholfen und die Motive der Mitarbeiter genauer unter die Lupe genommen. Wir haben neue Formen mit unseren Kunden kreiert, mit denen auch trotz reduzierter physikalischer Nähe eine hohe emotionale Verbundenheit und Loyalität zum Unternehmen Bestand hat oder sogar verstärkt wurde.
Zukünftig werden neue, zusätzliche Aspekte für das Employer Branding eine Rolle spielen. Es wird verstärkt auf die Sinnstiftung von Tätigkeiten ankommen, auf das Gefühl mit seiner Arbeit etwas (gesellschaftlich) Wertvolles zu tun.

Wir haben neue Ideen entwickelt, wie ein soziales Zusammenkommen mit Kolleginnen und Kollegen zu Stande kommen kann. Und wir werden auch in 2022 Unternehmen helfen, damit Mitarbeiter entsprechende Antworten auf die Frage „Warum will ich meine Arbeitskraft gerade diesem Unternehmen zur Verfügung stellen?“ finden.

Learning 4:

Umgang mit Unsicherheit, Ängsten und negativer Energie

Im letzten Quartal 2021 kam eine weitere, bis dahin noch eher seltene Herausforderung auf Unternehmen zu. Die Diskussionen um 2G, Impfen und evtl. sogar Impfpflicht haben auch zu sehr emotionalen Diskussionen in Unternehmen und zwischen Kolleginnen und Kollegen gesorgt. Da Unternehmen immer ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellen, konnten auch bei unseren Kunden teilweise Gefühle von Spaltung und bröckelndem Zusammenhalt beobachtet werden. Die Diskussionen werden sehr emotional und absolut geführt. Vielfach fehlt es am Verständnis für die Meinung und Situation des jeweilig Anderen. Das sorgt dafür, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgegrenzt, ausgeschlossen fühlen.

 

 

 

Auch Geschäftsführer haben sich bei uns gemeldet und um Rat gebeten. Diese ganzen Diskussionen machen etwas mit uns Menschen. Mitarbeiter haben teilweise Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren, sie haben Angst vor den Diskussionen. Angst davor, eine andere Meinung zu haben.

Diese Unsicherheit und negative Energie beeinflussten natürlich auch die Zusammenarbeit untereinander. Viele unserer Kunden rechnen damit, dass im ersten Quartal 2022, gerade wenn tatsächlich eine Impfpflicht beschlossen werden sollte, diese negative Situation sich noch weiter verschärfen wird.

Blogartikel Teil 1

Blogartikel Teil 3

Bereits in unseren Führungskräfte-Trainings 2021 haben derartige Praxisbeispiele bereits eine Rolle gespielt:

Wir haben den Umgang damit simuliert und geübt. Auch in den Trainings hat sich gezeigt, wie schwer es heute den meisten Teilnehmern fällt, aus dem Extremdenken sich zu verabschieden. In den Übungssituationen wurde auch häufig immer nur versucht den Gegenüber mit seiner eigenen Meinung zu überzeugen. Vielfach wurden sich gegenseitig überhaupt keine Fragen gestellt und der Versuch unternommen, den anderen in seiner Meinung, in seiner Situation erstmal nur verstehen zu wollen. „Raus aus der Bewertung“ und „Verständnis vor Bewertung“ werden auch in 2022 weiterhin Schwerpunkte unserer Trainings mit Führungskräften sein.

Menschen verändern ihr Verhalten und ihre Meinung nicht, wenn man sie vorab bereits verurteilt, wenn man überhaupt nicht versucht sie zu verstehen oder sie sogar beleidigt, „Framing“ benutzt, um diese in Schubladen zu stecken. Häufiger ist die Gegenreaktion Trotz.

sanosense Thomas Heidereich Führungskräfteetwicklung unternehmenskultur

Thomas Heidenreich

Vorstandsvorsitzender

thomas.heidenreich@sanosense.de